Behandlungsmethoden bei Rückenbeschwerden
Oft werden Rückenschmerzen von vielen Betroffenen einfach ausgehalten. Die Schmerzleidenden versuchen sich dann einfach wenig, oder gar nicht zu bewegen und beißen die Zähne zusammen. Doch dadurch wird nur ein Teufelskreis in Gang gesetzt und die Rückenschmerzen verstärken sich immer mehr, bis sie kaum noch auszuhalten sind oder chronisch werden. Abhilfe können Schmerzmittel, Wärme bzw. Kälte, Physiotherapie und/oder Entspannungstechniken leisten.
Schmerzmittel
Der erste Schritt zur Linderung akuter Rückenschmerzen leichterer Art und ohne Begleiterscheinungen sind oft einfache Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen. Dabei haben sich Tabletten bisher am Besten bewährt. Aber um eine Schmerzfreiheit zu erreichen, dürfen die Schmerzmittel nicht erst bei besonders starken Rückenschmerzen eingenommen werden, sondern gleich regelmäßig, von Anfang an. Hält also die die schmerzstillende Wirkung vier Stunden an, so müssen Sie dannach erneut eine Tablette nehmen, um die Rückenschmerzen effektiv zu behandeln, aber dabei bitte unbedingt die maximale Dosis gemäß Beipackzettel beachten. Eine andere Alternative bei Rückenschmerzen sind Schmerztropfen. Diese wirken schneller, allerdings ist die Wirkung kürzer. Das Schmerzmittel erster Wahl bei den Rückenschmerz-Betroffenen ist Paracetamol. Dieses Medikament ist rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich und weist kaum Nebenwirkungen auf. In den seltensten Fällen treten Magen-Darm-Beschwerden auf. Weitere, rezeptfreie hilfreicheWirkstoffe bei Rückenbeschwerden sind Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen (Dolormin) und Acetylsalicylsäure (Aspirin).
Homöopathie
Immer mehr Menschen kehren zurück zur Natur und glauben an die klassische homöopathische Behandlung. Bei akuten Rückenschmerzen helfen sogenannte Akkutmittel. "Rhus-toxicodendron" hilft beispielsweise, wenn eine Überanstrengung vorliegt oder "Bryonia" hilft, wenn Sie sich nicht bewegen wollen. Es gibt viele verschiedene homöopathische Mittel, die individuell für jeden Rückenschmerz eingesetzt werden. Bei chronischen Rückenbeschwerden sollten Sie allerdings einen Arzt aufsuchen und an eine Konstitutionsbehandlung denken.
Wärme oder Kälte
Als besonders wohltuend und schmerzlindernd wird bei den Betroffenen, bei akuten Rückenschmerzen, Wärme in Form von Rotlicht, Wärmflaschen, Entspannungsbädern oder Fangopackungen empfunden. Auch spezielle Wärmepflaster (Hansaplast) und Schmerzsalben (z.B. Voltaren oder Dolormin Schmerzgel) können helfen. Die Schmerzsalben haben kaum Nebenwirkungen und äußerst selten kommt es zu allergischen Hautreaktionen. Einreibung bei chronischen Rückenschmerzen ist allerdings nicht sinnvoll. Sollte sich der Rückenschmerz bei Wärme verschlimmern, ist unbedingt ein Arzt auszusuchen. In einigen Fällen hilft jedoch Kälte besser als Wärme und auch kalte Wickel oder Eisakkus wirken durchblutungsfördernd und schmerzlindernd.
Schonhaltung und Physiotherapie
Eine früher verordnete, aber heute veraltete Bettruhe, sollte bei Rückenschmerzen nicht länger als zwei Tage andauern. Denn nur durch Bewegung kann die Wirbelsäule stabilisiert und die Muskulatur gestärkt werden. Dafür erlernen Sie zunächst in der Physiotherapie, Krankengymnastik oder Rückenschule spezielle Übungen und die richtige Schonhaltung, die Sie dannach zuhause (mit z.B. Gymnastikball oder Bellicon Trampolin) selbst, ganz einfach, nachmachen können.
Fazit: Bei den meisten Rückenschmerzen reichen grundsätzlich Medikamente, Krankengymnastik und Bewegung aus, um die Beschwerden zu beseitigen. Allerdings sollte dabei immer auf genügend Entspannung (z.B. rückenfreundliche Matraze und Kissen) geachtet werden. Merke: Verspannung verursacht Schmerzen und Entspannung lindert Schmerzen.